Im folgenden werden die wichtigsten Schlüsselwerte (KPI), Neuinfektionen pro hunderttausend und Woche, Tote pro hunderttausend und Woche sowie Fallsterblichkeitsrate der Schweiz, Schwedens, Österreichs und Deutschlands miteinander verglichen. Aktuell prüft die Schweiz eine Verschärfung der Regeln, Schweden wird für den immer noch relativ lockeren Umgang kritisiert. Ich bevorzuge den nüchternen Blick auf die Zahlen, die dann auch auf den folgenden Abbildungen für sich sprechen sollen.

Schweiz

Schweden

Österreich

Deutschland

Schweden und Schweiz handhaben die Pandemie mit weniger restriktiven Maßnahmen im Vergleich zu Deutschland und Österreich. Stellt sich die Frage, ob in den zuerst genannten Ländern die Schlüsselwerte auch schlechter sind.

Bezüglich der Inzidenz Neuinfektionen pro hunderttausend und Woche, belegt die Schweiz den ersten Platz mit dem niedrigsten Wert von 85, gefolgt von Deutschland (210), Schweden (459) und Österreich (565).

Bezüglich des Wertes Tote pro hunderttausend und Woche liegt Schweden mit 6 am besten, gefolgt von Deutschland mit 6,9, Schweiz mit 7,9 und Österreich mit 9,7. Hierbei ist zu beachten, dass die Schweiz und Österreich das Maximum der zweiten Welle schon deutlich überschritten haben. Für Schweden und Deutschland scheint das Maximum noch nicht erreicht zu sein.

Für den dritten Schlüsselwert, die Fallsterblichkeitsrate, steht Schweden am besten dar. Die folgenden Werte geben den Mittelwert über die letzten vier Wochen an. Hierbei belegt Schweden den ersten Platz mit dem niedrigsten Wert von 0,011 (1,1 Prozent), gefolgt von der Schweiz mit 0,0211 (2,11 Prozent), Deutschland mit 0,0297 (2,97 Prozent) und Österreich mit 0,0391 (3,91 Prozent).

Gerade bezüglich des meines Erachtens wichtigsten Wertes, der Fallsterblichkeitsrate, belegen die beiden Länder mit den geringsten Einschränkungen die besten Plätze. Warum sollten sich die Schweiz und Schweden jetzt an Ländern orientieren, bei denen es schlechter aussieht?

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