Ohne Corona-Maßnahmen hätten wir 20.000 Tote weniger

Gleich vorweg, der Titel ist völlig aus der Luft gegriffen und parodiert lediglich eine Aussage von Deutschlands Medizin-Weisheiten-Superspreader Karl Lauterbach. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert Lauterbach mit den Worten: “Ohne Corona-Maßnahmen hätten wir 250.000 Tote“. Im Text selbst wird dafür keinerlei Begründung gegeben sondern nur darauf hingewiesen, dass sich die Zahl schwer ermitteln ließe. Zu gut deutsch bedeutet dies wohl, dass sich die Zahl eben nicht ermitteln lässt. Dann sollte man solche Sprüche besser bleiben lassen.

Merkel hat vor Wochen sinngemäß von sich gegeben, dass man mit ihr keine Verordnungen erlassen würde, die dazu führten, dass 27 Millionen Menschen eingesperrt würden. Die Zahl 27 Millionen soll die Anzahl aller in Deutschland lebender Risiko-“Patienten” angeben. 27 Millionen einzusperren hat meines Wissens auch nie jemand gefordert. Merkel hätte meines Erachtens weniger Augenmerk auf das Einsperren legen sollen als darauf, gefährdete Menschen besser zu schützen.

Die Gruppe der über Siebzigjährigen und Älteren stellt knapp 90% aller Toten. Bei 30.000 Toten sind das mehr als 26.000 Tote aus dieser Altersgruppe. In der Altersgruppe der 80-89 Jährigen stellt man eine Fallsterblichkeitsrate von über 13% fest, bei den über 90-Jährigen von fast 17%. Dabei sind Menschen, die in Heimen untergebracht sind, besonders stark betroffen. Obwohl “nur” gut 27% der 65-Jährigen und Älteren in Heimen leben (S. 5), stellt die Gruppe der in Heimen Verstorbenen ein bis zwei Drittel aller Coronatoten.

Es wäre also ein guter Ansatz, Maßnahmen in Alters- und Pflegeheimen zu organisieren, die das Risiko, sich zu infizieren, deutlich senken. Dies würde die Zahl der Toten deutlich senken. Denn rechnet man die Toten aus der Gruppe der 70-Jährigen und Älteren aus der Sterbestatistik heraus, beträgt die Fallsterblichkeitsrate 0,25%. Das RKI schätzt die Dunkelziffer bei den Infizierten auf einen Faktor von vier bis sechs. Daraus lässt sich eine Sterblichkeitsrate (im Gegensatz zur Fallsterblichkeitsrate) von 0,05% berechnen. Die Sterblichkeitsrate bei der Influenza beträgt 0,1 bis 0,2%.

Lieber Herr Lauterbach, hätten Sie die Maßnahmen eben nicht in der Breite ausgerollt – mit anderen Worten, hätten Sie kein Maßnahmen-Superspreading betrieben – sondern einen besonderen Fokus auf die Hochrisikogruppen gelegt, hätten viele Tote verhindert werden können. Beenden Sie den harten Lockdown. Beenden Sie das Sprücheklopfen. Machen Sie einfach einen Fakten-basierten Job.

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